Wer früh genug rechnet, hat noch Optionen.

Krisen kommen nicht aus dem Nichts. Sie kommen mit Vorlauf – sechs Monate, neun Monate, manchmal länger. Sichtbar wird der Vorlauf nur, wenn jemand hinschaut, solange die Zahlen noch leise sind.

Diese Seite handelt nicht davon, wie man saniert. Sie handelt davon, was man baut, damit man nicht muss.

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Was leise wird, bevor es laut wird.

Sechs Signale, die der Bauch vor der Bilanz spürt.

  • Die Marge ist stabil, aber Sie wissen seit ein paar Quartalen nicht genau, warum sie das ist.
  • Der Auftragsbestand sieht solide aus, aber Sie hätten Mühe zu sagen, wie sich die Margen einzelner Aufträge in zwölf Monaten entwickeln.
  • Eine größere Investition steht an, und Sie wollen sie „mal mit der Bank besprechen" – ohne klare Zahlen vorab.
  • Ein Großkunde macht mehr als dreißig Prozent vom Umsatz. Sie haben nie durchgerechnet, was passiert, wenn er morgen abspringt.
  • Sie planen einen Zukauf, einen neuen Standort, eine Übernahme – und merken: Ihre Excel-Liquidität reicht für diese Frage nicht.
  • Die BWA sagt schwarze Zahlen, aber das Kontokorrent ist enger als vor drei Jahren – und niemand kann Ihnen genau sagen, warum.

Drei davon sind genug, um jetzt zu rechnen. Vier davon, und Sie sind in der Entwicklung schon weiter, als die meisten Mittelständler bemerken wollen.

Sanierung ist das Wort, das fällt, wenn die Steuerung fehlt.

Niemand will sanieren. Niemand will restrukturieren. Niemand will, dass die Bank ein Sanierungsgutachten verlangt.

Diese Wörter fallen, wenn die Steuerung zu spät kam. Wenn die 13-Wochen-Liquiditätsplanung erst gebaut wird, weil der Banker sie sehen will. Wenn die Vorschau erst gerechnet wird, weil der Antrag schon auf dem Tisch liegt.

Wer früh genug rechnet, kommt aus der gleichen Mechanik raus. Gleiche Werkzeuge, andere Zeitlinie. Sechs Monate früher, und aus der Sanierungsfrage wird eine Steuerungsfrage. Aus dem IDW-S6-Gutachten wird ein normaler Monatsbericht. Aus dem Antrag wird eine Entscheidung.

Wer zu spät rechnet, hat Anträge. Wer früh rechnet, hat Optionen.

Warum ich das so genau weiß.

Ich war einmal auf der anderen Seite dieser Geschichte.

Im März 2019 verstarb mein Mitgesellschafter unerwartet. Die Bank änderte die Konditionen. Ich rechnete jeden Tag – und ich sah die Liquidität in zwei bis drei Monaten enden. Im September 2019 habe ich Insolvenz angemeldet. Aus Verantwortung, nicht aus Versagen.

Lieferanten, Banken und Mitarbeiter sind nicht leer ausgegangen. Die Quote im Verfahren lag bei einem Vielfachen dessen, was bei solchen Verfahren in Deutschland üblich ist.

Aber ehrlich: das war ein struktureller Bruch. Solche Brüche kommen ohne Vorlauf – davor schützt keine Frühwarnung. Anderes zu behaupten wäre Verkaufslyrik.

Was mich damals durch das Verfahren getragen hat, war eines: rechnen können. Jeden Tag wissen, wo das Geld steht, wohin es geht, was eine Entscheidung bedeutet. Im Vorlauf einer Krise, die nicht von außen kommt, sondern schleichend wächst – Marge bröckelt, Großkunde wackelt, Strukturen halten nicht mit – kommt diese Fähigkeit zum Zug, bevor sie zur Pflicht wird.

Genau diese Steuerung baue ich heute auf. Bei anderen. Bevor die Bank fragt. Bevor das Wort Sanierung fällt. Solange noch zu rechnen ist.

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Womit ich Frühwarnung in Steuerung übersetze.

Es sind die gleichen sechs Werkzeuge wie bei jedem anderen Mandat. Der Unterschied ist die Zeitlinie.

01

Integrierte Finanzplanung

GuV, Bilanz und Liquidität in einem Modell. Investition, Preisanpassung, neuer Standort – Sie sehen sofort, wo es ankommt. Frühwarn-Wert: Sie kennen die Reichweite Ihrer Entscheidungen, bevor sie wirken.

02

Monatsbericht und Kennzahlen

Jeden Monat fünf bis zehn Kennzahlen, die für Ihr Geschäft tragen, inklusive Plan-Ist-Vergleich. Frühwarn-Wert: Abweichungen werden sichtbar, wenn sie noch klein sind – nicht erst, wenn die Bank fragt.

03

13-Wochen-Liquiditätsplanung

Woche für Woche sehen, was reinkommt, was rausgeht. Cashflow Management mit echter Mechanik. Frühwarn-Wert: Engpässe werden drei Monate vorher sichtbar, nicht eine Woche vorher.

04

Vorschau und Szenarien

Was-wenn-Rechnungen mit echter Mittelstands-Mechanik. Was, wenn der größte Kunde dreißig Prozent weniger bestellt? Wenn die Materialkosten steigen? Wenn die Zinsen drehen? Frühwarn-Wert: Risiken werden durchgerechnet, bevor sie eintreten.

05

Bankenfähige Unterlagen

Planung, Monatsbericht, Argumentation in der Reihenfolge, die ein Banker erwartet. Frühwarn-Wert: Wenn die Bank fragt, haben Sie die Antworten schon. Aus dem Verteidigungsgespräch wird ein Steuerungsgespräch.

06

Mitdenken bei Entscheidungen

Investition, Einstellung, Preisanpassung, Bankthema. Ein Mitdenker, der Ihre Zahlen kennt. Frühwarn-Wert: Entscheidungen fallen, solange noch Spielraum ist.

Was Sucher in dieser Phase wissen wollen.

Ab wann lohnt sich ein externer CFO – auch wenn es gerade gut läuft?

Wenn das Geschäft so groß geworden ist, dass Bauchgefühl nicht mehr reicht – irgendwo zwischen fünf und zehn Millionen Umsatz wird das spürbar. Wenn eine größere Entscheidung ansteht: Zukauf, neuer Standort, Generationswechsel. Oder wenn Sie selbst merken: ich entscheide auf Basis von Zahlen, die vier Wochen alt sind. Gerade wenn es gut läuft, ist der richtige Zeitpunkt für den Aufbau, weil dann Zeit für Sauberkeit da ist.

Was tun, bevor die Bank fragt?

Die Bank fragt, wenn Bilanz oder Branche Auffälligkeiten zeigen – Margenrückgang, höhere Volatilität, allgemeine Branchenrisiken. Wer vorher eine integrierte Finanzplanung, einen sauberen Monatsbericht und eine 13-Wochen-Liquiditätsplanung vorzeigen kann, dreht das Gespräch um. Aus einem Verteidigungsgespräch wird ein Steuerungsgespräch. Konditionen werden besser, nicht schlechter.

Brauche ich Krisenfrüherkennung, auch wenn ich keine Krise sehe?

Ja – gerade dann. Krisen werden sichtbar, wenn sie laut werden. Die Mechanik, die sie laut macht, läuft sechs bis achtzehn Monate vorher leise. Krisenfrüherkennung ist nicht Krisenerwartung. Es ist eine Steuerung, die laut wird, bevor das Geschäft es muss.

Was unterscheidet Frühwarnung von normalem Controlling?

Normales Controlling schaut auf das, was war: BWA, Bilanz, Steuerberatung. Frühwarnung schaut auf das, was kommt: rollierende Liquidität, Szenarien, Vorschau. Beides braucht es. Wenn der Steuerberater die Vergangenheit sauber abbildet und niemand die Zukunft rechnet, fehlt die Hälfte der Steuerung.

Was kostet ein externer CFO – und ab wann rechnet sich das?

Tagessatz oder monatliches Honorar, je nach Mandat. Für ein Unternehmen zwischen fünf und fünfzig Millionen Umsatz bewegt sich das im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich pro Monat – deutlich unter einem festangestellten CFO, deutlich über einem Steuerberater. Es rechnet sich, wenn die erste Entscheidung sauber durchgerechnet wird, die ohne mich nach Bauchgefühl gefallen wäre. Konkret im Erstgespräch.

Andere Anlässe: Generationswechsel · Wachstum, das die Strukturen überholt · Für wen das hier passt · Alle sechs Werkzeuge

Reden wir, solange noch zu rechnen ist.

Dreißig Minuten am Telefon. Sie sagen, wo Sie stehen – Geschäft, Zahlen, anstehende Entscheidungen. Ich sage, ob hier zu rechnen lohnt, oder ob Sie selbst weiterkommen.

Unverbindlich. Vertraulich.